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Informationen
zum Thema „Gewaltprävention“
Zuallererst muss klar gestellt werden, dass es sich nicht um so genannte
„Selbstverteidigungskurse“ handelt. Wir können und wollen in
unseren Seminaren niemanden zu einem unbesiegbaren Zweikämpfer schulen.
Vielmehr vermitteln die Kurse sowohl psychologische als auch physische
Techniken und Hilfestellungen, um so das Selbstbewußtsein und
(beinahe noch wichtiger) das Selbstwertgefühl der Teilnehmer /
-innen zu stärken.
Zunächst wird adressatengerecht auf die Entstehung von Gewalttaten
eingegangen und verschiedene Handlungsansätze und kommunikative Lösungsmöglichkeiten
vorgestellt. Hierbei wird auf die verschiedensten vorstellbaren
Situationen und deren Hintergründe eingegangen (z.B. die Entstehung von
Gewalt in Fußgängerzonen, Café, Kneipen, Bussen, Bahnen, Schulen etc.),
um den Teilnehmern-/innen so verständlich zu machen, warum und mit
welchem psychologischen Hintergrund es zu solchen Gewalttaten kommt und
warum Menschen immer wieder in eine sog. „Opferrolle“ gelangen.
Im Kurs selber unterstellen wir aufgrund von Erfahrungswerten, dass eine
Konfliktsituation nahezu rituell in drei Hauptphasen abläuft:
A:
die non - verbale Phase
(Blickkontakte, Körpersprache,
Täter und Opfer „finden sich“)
B:
die verbale Phase
(sog. „Anmachen“ des
Opfers, Täter redet sich mutig und stark)
C:
die körperliche Phase
(Extremfall der direkten
Auseinandersetzung)
Den
Teilnehmern / -innen werden altersgerecht einfache und effektive Lösungsmöglichkeiten
für alle drei Phasen nahegebracht.
Die
vermittelten Verteidigungstechniken stammen aus der chinesischen
Kampfkunst WingTsun
(WT), einem Stil, der ursprünglich von einer Frau entwickelt
wurde. Es handelt sich hier ausnahmslos um sehr einfach zu erlernende,
trotzdem aber effektive Methoden. WingTsun basiert
nicht auf festgeschriebenen Bewegungsabläufen, sondern bezieht sich auf
logisch nachvollziehbaren physikalischen Prinzipen und ist grade deshalb
von jedermann anwendbar.
Beim WT-Selbstverteidigungstraining lernen gerade Frauen,
ohne Wenn und Aber "Nein!" zu sagen. Denn allzu oft spielt die
sogenannte gute Erziehung vielen Frauen ein Schnippchen. Da rührt sich
ganz schnell das schlechte Gewissen, wenn eine Frau "egoistisch"
entscheidet und ihre Grenzen setzt. Und es geht noch weiter: "Mädchen
schlagen nicht" und "Frauen wehren sich nicht". Was harmlos
im Café beginnt, endet in der Wehrlosigkeit in (lebens-) bedrohlichen
Situationen.
In Rollenspielen á la Café und vielen anderen nachempfundenen
Alltagssituationen werden die Wahrnehmung und die Sensibilität für mehr
oder weniger gefährliche Situationen geschult. Hier erleben viele Frauen
Überraschungen, hätten nie gedacht, daß gerade sie eine typische
"Opferhaltung" einnehmen könnten. Technik und ´Kopf´ zusammen
entscheiden über die Wehrhaftigkeit einer Frau und damit über den
Ausgang eines Konfliktes. Und genau das bietet WT seinen Schülern. Es
wird vermittelt wo man seine Grenzen zieht,
wie man seine Grenzen
bewacht und
wie man schlussendlich auch seine Grenzen
verteidigt.
Diese wirkungsvolle Technik bietet WT mit einem aktiven
Selbstbehauptungstraining. Da ist es erst einmal egal, ob Mann oder Frau
den Weg des stetigen und effizienten inneren Wachstums gehen. Nur: Für
Frauen ist dies als Basis einer wirkungsvollen Technik entscheidend. Wer
WT lernt, lernt sich selbst zu behaupten. Und genau das ist der Kern einer
sinnvollen Selbstverteidigung, gerade für Frauen, die es nie gelernt
haben.
Ausführlichere Info´s siehe
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