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WingTsun Legende & Geschichte

 

LEGENDE UND TAOISMUS

WingTsun ist eine alte chinesische Kampfkunst. Sie wurde vor rund 300 Jahren von einer Frau entwickelt und nach ihrer ersten Schülerin benannt:

Ihr Name WingTsun bedeutet „schöner Frühling“.

Ziel war es, Zivilisten, die in Kriegszeiten damals wie heute als „Freiwild“ gefährdet sind, eine wirkungsvolle Verteidigungsmöglichkeit an die Hand zu geben.

WingTsun steht in der Tradition des Taoismus.

"Tao" ist in der chinesische Philosophie der "Weg".

Er bezeichnet die ständige Bewegung, das Wachsen, Blühen und Vergehen.

Um die Vereinigung mit dem Tao zu erreichen, muss der Mensch wie das Tao selbst sein:
spontan und offen, einfach und biegsam; nicht stark und hart, nicht hoch und überheblich.

Verteidigung durch WingTsun ist wie ein Fluss, der ins Meer fließt.

Kommt ihm ein Fels in die Quere, lässt er sich von ihm nicht aufhalten.

Allen Hindernissen zum Trotz erreicht er sein Ziel.

WingTsun ERLEBEN

WingTsun ist so modern wie noch nie.
Auf einem intensiven Weg entdecken Sie Ihre Möglichkeiten und Ihr Potential. Sie rüsten sich auch für gefährliche Situationen.

WingTsun ist die Basis für Ihre Weiterentwicklung, die Sie selbstbewusst bestimmen.

WingTsun macht Spaß.

WingTsun ist gesund.

WingTsun ist eine Herausforderung.

WingTsun wird in gemischten Gruppen und zunehmend auch in reinen Frauenkursen gelehrt.

Der Einstieg in einen WingTsun-Kurs ist durch die moderne Unterrichtsgestaltung jederzeit möglich.

Erleben Sie WingTsun in einer Einführung und nehmen Sie an einem Probetraining teil.

Überlieferung & Erzählungen

(Die Darstellung der WingTsun-Entstehungsgeschichte wurde teilweise einem Interview mit WingTsun-Großmeister Leung Ting entnommen!)

Als Überlieferung dienen uns zwei Legenden. Die Wurzeln des WingTsun   begannen vor 280-300 Jahren während der Regierungszeit von Yung-Cheng (1723-1736). Während der Ching Dynastie soll das Shaolin Kloster bei der Belagerung durch Soldaten der Manchu-Regierung abgebrannt worden sein. Durch dieses Ereignis entstanden zwei unterschiedliche Legenden die in China verbreitet wurden.

1. Theorie:

Bei den Triad Geheimgesellschaften wurde erzählt, dass hohe Beamte der Mancho Regierung den Überfall mit Hilfe von Verrätern des Klosters geplant und durchgeführt haben. Nach dieser Überlieferung sollen fünf Mönche überlebt haben. Diese hielten sich versteckt und gründeten Geheimgesellschaften mit dem Ziel, die Ching Dynastie zu stürzen

2. Theorie

Eine andere Möglichkeit, wie sich alles zugetragen hat, wird in Kampfkunstkreisen Südchinas erzählt. Danach gab es mehr als fünf Überlebende. Auch die Namen decken sich nicht mit denen der Triaden. Das einzige, was beide Seiten gleich berichten, dass ein Feuer im Kloster ausgebrochen sein soll, welches von Mönchen gelegt wurde.

Die weiterführende Zusammenfassung basiert auf der zweiten Geschichte, da die von den Kampfkunstkreisen verbreitet wurde. Ob sich alles so zugetragen hat, weiß heute niemand zu sagen..

Bei dem Brand kamen die meisten Shaolin Mönche die sich auf Kampfkunst verstanden ums Leben. Die wenigen die überlebten flüchteten und zerstreuten sich im ganzen Land. Angeblich überlebten die fünf Ältesten und Führer des Klosters unter ihnen die Nonne Ng-Mui. Eine Meisterin des Shaolin Kung-Fu. Ng-Mui war die älteste unter den fünf Weisen und zugleich die einzige Frau im Shaolin Kloster.
Sie war der Mancho Regierung nicht ganz so ablehnend eingestellt wie ihre Kung-Fu Brüder, dennoch schreckte sie vor körperliche Gewalt nicht zurück, wenn es darum ging, für die Gerechtigkeit einzutreten. Sie zog an die Grenze zwischen den Provinzen Szechwan und Yunan. Dort wollte sie abgeschieden von weltlichen Dingen sich ausschließlich und ungestört der Kampfkunst und Zen konzentrieren.
Zen ist eine Buddhistische Richtung, die während der nördlichen und südlichen Dynastien durch Badhidharma entstanden war. Ihre Sorge war aber nun, dass ihre Gegner die gleiche Theorie der Shaolin konnten und daß sie eines Tages zu schwach wäre um sich gegen sie zu schützen. Sie mußte also ein neues Kampfsystem schaffen, dass die bestehenden Shaolin Techniken besiegen konnte. Die erste Gelegenheit kam, als sie Zeuge eines Kampfes zwischen einem Fuchs und einem Kranich wurde. Der Fuchs lief im Kreis um den Kranich herum, in der Hoffnung, einen tödlichen Angriff gegen dessen ungeschützte Flanke anbringen zu können. Der Kranich aber blieb in der Mitte des Kreises und drehte sich stets so, dass seine Brustseite unverwandt dem Fuchs zugewandt war. Jedes mal wenn der Fuchs dem Kranich zu nahe kam und ihm etwa mit seiner Pfote angreifen wollte, wehrte der Kranich mit einem Flügel ab und griff gleichzeitig mit seinem Schnabel an. Dieser Kampf den Ng-Mui beobachtete gab ihr die nötige Inspiration, um ein neues Kampfsystem zu erschaffen.
Die neuen Bewegungen waren fließend, nicht starr. Sie waren anpassungsfähig, nicht schwerfällig. Es gab keine unnützen Bewegungen mehr. Jede Technik war kampfbezogen. Dieses neue System machte es möglich, auch als schwächere Person gegen Stärkere zu gewinnen.

Yim Wing Tsun

Yim Wing Tsun wurde in der Provinz Kwantung geboren und lebte seit dem Tod ihrer Mutter allein mit ihrem Vater Yim Lee, einem Schüler des Shaolin Klosters.
Die Familie zog, um einer damaligen Haftstrafe zu entgehen, in die Provinzen Szechwan und Yunnan. Dort ließen sie sich am Fuße des Tai Leung-Berges nieder. Hier lernte Yim Wing Tsun Ng-Mui kennen. Sie zog zu ihr in den weißen Kranich Tempel, wo sie von Ng-Mui unterrichtet wurde. Drei Jahre später zog Yim Wing Tsun zu ihrem Vater zurück. Kaum daheim musste sie sich einem stadtbekannten Schläger stellen. Sie schlug ihn zu Boden, wo er hilflos liegenblieb. Nach ihrem Sieg setzte sie ihre Kampfübungen fort. Ng-Mui, gelangweilt vom Landleben, zog weiter um sich im Lande umzusehen. Sie ermahnte Wing Tsun, sich an die Regeln der Shaolin zu halten. Ihr Wissen an aufrichtige Schüler weiterzugeben und unter ihnen einen würdigen Nachfolger zu finden.

Über die ganzen Jahre blieb WingTsun ein Geheimstil, der nur den Chinesen vorbehalten war. Gegen Mitte dieses Jahrhunderts wurde WingTsun erstmals durch den legendären Bruce Lee der westlichen Öffentlichkeit bekannt gemacht. Sein Sifu (Vater-Lehrer) war Großmeister YIP MAN. Dessen letzter Schüler war der junge LEUNG TING, der das WingTsun derart systematisierte, dass es heute auf der ganzen Welt unterrichtet und erlernt werden kann.

Sein Meisterschüler ist K. R. Kernspecht, der Anfang der 70er Jahre das Leung Ting-WingTsun in Deutschland etabliert hat. Er ist der Cheftrainer für WingTsun in Europa und Gründer der EWTO (Europäische WingTsun Organisation).

Heute gibt es in fast allen deutschen Städten EWTO-Schulen, in denen die aktuellsten Unterrichtsinhalte des LeungTing-Systems unter der kompetenten Anleitung erfahrener Ausbilder erlernt werden können.

Entstehung des WingTsun

Kurzversion

Ein kurzer Leitfaden ...

Langversion

Indem du die Namen in der Kurzversion anklickst, kannst du direkt in den entsprechenden Abschnitt der langen Version springen.

Bevor ich etwas aushole, vorab die Kurz-Version der Geschichte zum Auswendig lernen ;-). Fast jeder Vertreter hatte natürlich mehrere Schüler. Dargestellt wird hier der Übersicht halber nur jeweils der WingTsun-Meister, der das System in unsere Richtung weitergegeben hat. 

Ng Mui

Nonne. Eine der „Fünf Ältesten“. Begründerin des WingTsun

Yim Wing Tsun

Die Namensgeberin des Systems

Leung Bok Chau

Der Ehemann von Yim Wing Tsun

Leung Lan Kwai

Kräuter- und Knochenarzt

Wong Wah Bo

Schauspieler der Roten Dschunke

Leung Yee Tai

Brachte die Langstocktechniken ins System

Leung Jan

Arzt in Fatshan

Chan Wah Chun

„Wah der Geldwechsler“

Yip Man

Machte das WingTsun zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich

Leung Ting

Modernisierte das WT-Unterrichtsystem und ist das Oberhaupt der zur Zeit erfolgreichsten WingTsun-Organisation der Welt, der IWTMA

Keith R. Kernspecht

Brachte WingTsun nach Deutschland und Europa, ist maßgeblich an der Systematisierung des Systems und der Unterrichtsweise beteiligt. Cheftrainer der EWTO und neben Leung Ting der höchste Vertreter des Leung-Ting-Wing-Tsun.

oben

Lange Version

WingTsun ist eines der ältesten traditionellen, chinesischen Kampfkünste, die zur Zeit in Westeuropa unterrichtet werden. Seine Anfänge liegen im Dunkel der Geschichte. Wahrscheinlich ist der WingTsun (wing chun)-Stil jedoch nicht älter als 200 bis 300 Jahre, wenn man die historischen Daten von Geschehnissen und Personen mit denen anderer Kung-Fu-Stile Süd-Chinas vergleicht.

Es gibt verschiedene Versionen der WT-Geschichte (siehe oben "Überlieferungen und Erzählungen"). Die hier aufgeführte basiert in erster Linie auf den Ausführungen in der "WingTsun Kuen" von Leung Ting. Auf die komplizierten Verflechtungen mit den chinesischen Geheimgesellschaften und die neuesten Erkenntnisse aus den Nachforschungen Sifu Leung Tings gehe ich hier vorerst nicht weiter ein. Nachzulesen sind diese für den Interessierten in "Roots and Branches of WingTsun".

Das Shaolin Kloster

Demnach soll bei das Shaolin(=Siu-Lam)-Kloster bei der Belagerung durch Soldaten der Manchu-Regierung nach einem Verrat abgebrannt sein. Die meisten Bewohner des Klosters kamen dabei ums Leben. Nur wenige entkamen. Auch den sogenannten „Fünf Ältesten“ (Ng Jo) gelang die Flucht. Dies waren die Führer der fünf Shaolin-Stile, aus denen später viele andere Kung-Fu-Formen entstanden sein sollen. Das Kloster galt als Ort der Rebellion gegen die Manchu-Regierung und so wurden diese fünf Kampfkünstler steckbrieflich gesucht. Sie trennten sich daher und hielten sich versteckt.

oben

Ng Mui

Die buddhistische Nonne und Kung-Fu-Meisterin Ng Mui war die einzige Frau im Shaolin-Kloster und die älteste unter den fünf Älteren. Ng Mui, die bekannt war für ihre kämpferischen Fähigkeiten, zog nun auch durch das Land und ließ sich schließlich im Weißen-Kranich-Tempel am Tai Leung Berg (an der Grenze zwischen den Provinzen Szechwan und Yunnan) nieder, um sich ungestört auf Kampfkunst und Meditation zu konzentrieren.

Dort soll sie Zeuge eines Kampfes zwischen einem Fuchs (andere Versionen berichten von einer Schlange) und einem großen wilden Kranich geworden sein. Dieser Kampf inspirierte Ng Mui ihr Kampfkunstsystem zu ändern und zu verfeinern.

oben

Yim Wing Tsun

In der Nähe lebte Yim Wing Tsun (wörtliche Übersetzung ihres Namens ungefähr: Schöner Frühling) von der man sagt, daß sie von überaus großer Schönheit war. Und nicht nur das, sie war zudem sehr freundlich und außergewöhnlich klug. Also quasi die Traumfrau eines jeden Mannes im geschlechtsreifen Alter ... Auch ein ortsbekannter Schläger hielt um ihre Hand an. Wing Tsun lehnte natürlich ab, wodurch der streitsüchtige Gesell sehr wütend wurde und ihr mit Gewalt drohte.

Wie der Zufall es wollte traf Yim Wing Tsun auf Ng Mui, die sie in relativ kurzer Zeit das neue effektive Kampfsystem lehrte. Bei der nächsten Begegnung mit dem Schläger forderte sie diesen zum Kampf und besiegte ihn kurz aber nicht schmerzlos. Der Schläger verließ daraufhin die Gegend und Yim Wing Tsun wurde bekannt für ihr überragende Kampffähigkeit, die sie ständig weiter verfeinerte. Schließlich heiratete sie ihren Verlobten Leung Bok Chau. Er lernte von ihr das Kampfsystem und benannte es zu ihren Ehren „System der Wing Tsun“, das „WingTsun Kuen“.

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Wie die Langstocktechniken Bestandteil des WingTsun wurden

Leung Bok Chau gab sein Wissen weiter an Leung Lan Kwai. Dieser hätte das System fast mit ins Grab genommen, da er nicht vorhatte, sein Wissen weiterzugeben. Aber glücklicherweise führten die Umstände dazu, daß er den aufrechten Wong Wah Bo als Schüler annahm. Wong war Schauspieler einer Operntruppe, den „Jüngern der Roten Dschunke“. Mit an Bord war der Steuermann Leung Yee Tai, der mittels einer langen Stange das Boot von Klippen und vom Ufer der Flüsse fernhielt. Leung Yee Tai war ein Meister der Langstocktechnik, die er der Legende nach von Chi Shin, einem der „Fünf Älteren“ gelernt hatte. Wong Wah Bo und Leung Yee Tai tauschten schließlich ihr Techniken. Leung Yee Tai erlernte den WingTsun-Stil und brachte die Langstocktechniken ins System ein. Durch die Anwendung der WingTsun-Prinzipien auf den Stockkampf konnte die Stocktechnik weiter verbessert werden. Die Bewegungen wurden so ökonomisch wie möglich gestaltet.

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Leung Jan

Wong Wah Bo und Leung Yee Tai gaben ihr System an Leung Jan weiter, der WingTsun zu großem Ruhm brachte. Leung Jan war ein bekannter und angesehener Arzt in Fatshan, einer der vier berühmten Städte der Provinz Kwantung in Südchina (nahe Kanton). Leung Jan kam aus einer guten Familie, war kultiviert, freundlich, höflich und genoß das Vertrauen der Einwohner. In seinen vielen Herausforderungskämpfen, die sein Ruhm mit sich brachte, blieb er unbesiegt, so daß die Einwohner ihn den König des WingTsun (WingTsun Wong) nannten.

Leung Jan unterrichtete in seinem Laden (eine Kräuterapotheke) in der Fai Jee Straße in Fatshan. Er hatte eine Anzahl von Schülern, unter ihnen sein Sohn Leung Bik und Chan Wah Shun, der ein großer und starker Mann war. Von Leung Jan zunächst nicht als Schüler akzeptiert, konnte Chan Wah Shun ihn durch seine Hartnäckigkeit überzeugen und wurde durch sein hartes Training einer der besten Schüler. Er wurde auch Wah der Holzmann genannt, da seine Unterarme hart wie Holz waren und er beim Training oft die dicken Arme der Holzpuppe abbrach. Chan wurde schließlich der Nachfolger von Leung Jan.

Chan hatte in seinem Leben nur 16 Schüler. Im Alter von 70 Jahren nahm er den jungen Yip Man (ca. 13 Jahre) als Schüler an. Drei Jahre später starb Chan. Sein ältester Schüler, Ng Chung So, kümmerte sich weiter um Yip Man's Ausbildung.

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Yip Man

Yip Man demonstriert den dritten Satz der Siu Nim TauYip Man wurde Mitte der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts als Sohn reicher Eltern geboren. Chan Wah Shun hielt Yip Man für zu gebildet und zart für die Kampfkunst, so daß er ein sehr hohes Aufnahmentgelt (im Gegenwert eines damaligen Hauses) verlangte, um ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Yip nahm seine gesamten Ersparnisse zusammen und wurde letztendlich von Chan angenommen.

Nach dem Tod seines Si-Fus verließ Yip Man Fatshan , um in Hong Kong am St. Stephens College zu studieren. Eines Tages wurde er einem älteren Mann vorgestellt, von dem man ihm sagte, daß er ein hohes Können der Kampfkunst besaß. Yip Man war damals sehr selbstbewußt und fürchtete niemanden. Frech forderte er den alten Mann zum Kampf heraus. Doch bei der Auseinandersetzung mußte er feststellen, daß dieser Mann ihm weit überlegen war und er keine Chance hatte. Es stellte sich heraus, daß der alte Mann Leung Bik, der Sohn des Leung Jan und somit sein Si-Pak war. Beeindruckt von seinem Können verfeinerte Yip Man in den Folgejahren unter Leung Bik sein Können.

Man kann sagen, daß Yip Man unter Chan die Grundzüge und die Praxis des WingTsun erlernte. Durch den gebildeten Leung Bik wurde er in die Feinheiten der WingTsun-Theorie eingeweiht. Von Leung Bik sagt man, er sei sehr elastisch gewesen und ein sehr weiches Wing Tsun lehrte. Über Yip Man gibt es viele Anekdoten und Storys, die ahnen lassen, wie hoch sein technisches Können wirklich war. Yip Man genoß ein sehr hohes Ansehen bei den Kampfkünstlern und heute noch wird Yip Man als DER Großmeister des WingTsun angesehen und respektiert.

Aufgrund von Geldsorgen begann Yip Man 1949 in Hong Kong offen WingTsun zu unterrichten. Er war damit der erste der diese Verteidigungsmethode der Öffentlichkeit zugänglich machte. Seine ersten bzw. bekanntesten Schüler waren Leung Sheung (berühmt für seine Biu-Tze-Form), Lok Yiu (berühmt für seine Langstocktechniken), Tsui Shan Tin (berühmt für seine Siu Nim Tao), Wong Shun Leung (der damals erfolgreichste Kämpfer des Wing-Chun-Clans) und Bruce Lee (der bekannteste Schüler Yip Mans überhaupt, zu ihm brauche ich wohl nichts zu sagen).

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Leung Ting und Keith Ronald Kernspecht

Die Väter des WingTsun in Europa und ganz besonders in Deutschland. Ich brauche über die zwei wohl nicht viel Worte verlieren. Es sind lebende Legenden, auf jeder WT-Homepage findet man umfangreiche Lebensläufe. Nur soviel:

GGM Leung Ting Leung Ting begann seine WingTsun Ausbildung unter Leung Sheung, dem ersten Schüler Yip Mans in Hong Kong. Später wurde er dann von Yip Man, nachdem dieser sich vom offiziellen Unterricht zurückgezogen hatte, direkt unterrichtet, was auf seine Technik und Interpretation des WingTsun einen großen Einfluß hatte. Leung Ting ist ständig auf Reisen und gibt Seminare in aller Welt. Zeitweise ist er auch im Filmgeschäft (Hong Kong) sehr engagiert. 

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GM Keith R. KernspechtKeith R. Kernspecht kam in den 70er Jahren mit Leung Ting in Kontakt und 'holte' ihn 1975 erstmals nach Deutschland. Aus den ersten Kontakten entwickelte sich eine intensive Lehrer-Schüler- und freundschaftliche Beziehung. Sifu Kernspecht ist neben Sifu Leung Ting der höchstgraduierteste WT-Mann.

Wer Sifu Kernspecht life erleben möchte, hat dazu in Deutschland regelmäßig auf Wochenendseminaren die Möglichkeit. Man sollte diese Gelegenheiten nutzen, auch wenn die Lehrgänge mittlerweile sehr überlaufen sind. Aber so ist das mit genialen Dingen - jeder will sie ...

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